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Arbeitskreis Schulhund Hamburg

Nach langer Pause tagte am gestrigen Samstag, den 25.05.2019, der Arbeitskreis Schulhund Hamburg erneut in der Stadtteilschule Meiendorf, die freundlicherweise ihre Räume für das Treffen der Vier- und Zweibeiner zur Verfügung stellte.

Neben zwei kurzen Trainingseinheiten fand ein reger Austausch über die hundegestützte Arbeit an Hamburger und Schleswig-Holsteinischen Schulen statt.

Das Protokoll der Sitzung steht hier zum Download zur Verfügung.

Der kommende Arbeitskreis Schulhund Hamburg findet am 23.11.2019 ebenfalls in der Stadtteilschule Meiendorf statt und steht im Zeichen

  • des Austausches über den praktischen Einsatz eines Schulhundes,
  • des Austausches von Arbeitsmaterialien und -blättern (diese sind in 20-facher Kopie sowie nach Möglichkeit digital mitzubringen),
  • des Entspannungstrainings und
  • weiterer kleinerer Trainingseinheiten nach Bedarf der Teilnehmer*innen.

Kolleg*innen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind selbstverständlich herzlich willkommen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Teilnehmerplätze sind begrenzt! Dies gilt insbesondere für die Teilnahme mit Hund.

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Vielen Dank für das inspirierende Praxisseminar II

Esmo buzzert wie kein anderer! Foto: Anja H.

 

Tricksende Hunde

 

Beeindruckt bin ich, der Käpt´n, ganz und gar

von heut´gem Praxisseminar.

 

Es kamen sieben schlaue Hunde

mit vielen Ideen im Bunde.

 

Boe, das schöne Burgfräulein,

stupst ´nen Würfel gar nicht klein.

 

Das zarte Fräulein Krause

macht mit Farbklötzern eine Sause.

 

´Nen Parcours mit Schildern kann die Emma,

souverän, kennt sie da kein Dilemma.

 

Mit Bobs gibt´s Yoga ohne Gezeter

und dazu noch schicke Zeilometer.

 

Balancieren ist ein Klecks

entlang ´ner Schnur für Schulhund Keks.

 

Esmo, der hübsche Schäferhund,

mit ´nem Würfel treibt er´s bunt.

 

Mit Rucksack ist bei Schülern ganz fix,

Morla, unser Labbi-Mix.

 

Jeder dieser Hunde hat ´nen Trick,

dazu ´nen Traummensch, was für´n Glück!

 

Liebe Teilnehmerinnen,

das Wochenende mit euch war großartig! Kommt gut nach Hause und habt eine angenehme Woche!

Euer Käpt´n.

 

 

 

 

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Ein wunderbares Praxisseminar II liegt hinter uns!

Am vergangenen Wochenende haben Gerd Schreiber, Frauchen und ich wieder einige Schulhundteams durch das Praxisseminar II begleitet. Ach so, und mein Kumpel Cooper war natürlich auch mit von der Partie!

Schulhund Käpt´n Jack mit seinem Assistenten Cooper
Schulhund Käpt´n Jack mit seinem Assistenten Cooper

Assistenzhund Cooper

Cooper ist von der Firma Carl Dick und kann bei einem bekannten großen Internetversandhaus bestellt werden. Die Preise der Stofftiere mögen den einen oder anderen erst einmal erschrecken, jedoch überzeugt zumindest Cooper durch seine Qualität. Hierzu sei eine kleine Anekdote berichtet. Cooper läuft nicht gerne, so dass Frauchen ihn immer in einer Tasche trägt. Unsere zweibeinigen Kollegen erschrecken jedes Mal, wenn sie Cooper in der Tasche sehen, weil sie denken, das sei ich! Cooper ist also auf den ersten Blick täuschend echt. Auch die Kinder lieben Cooper, denn das Fell ist einfach klasse und schön flauschig.

Im Grunde ist er ja ein armer Tropf, der Cooper. Er muss für alles herhalten, was mir zu unbequem oder unheimlich ist: Hier trägt Nils ihn während der Projektwoche auf den Schultern.
Im Grunde ist er ja ein armer Tropf, der Cooper. Er muss für alles herhalten, was mir zu unbequem oder unheimlich ist: Hier trägt Nils ihn während der Projektwoche, die wir im Praxisseminar II ebenfalls vorgestellt haben, auf den Schultern.

Das Schatzkästchen

Im Praxisseminar II werden Einsatzbeispiele, die eher komplex aufzutrainieren sind, vorgestellt. Dazu gehören das Öffnen eines Schatzkästchen mit Aufgaben. Dabei zieht der Hund an einer Schnur und öffnet damit den Kasten. Das ganze lässt sich später wunderbar auf diverse andere Dinge, wie z. B. das Öffnen von Schubladen, übertragen. Da in dem Skript das Schatzkästchen gefehlt hat, stelle ich diesen Teil hier noch einmal zum Herunterladen zur Verfügung.

Schulhund Jacks Schatzkiste mit Spanischaufgaben
Schulhund Jacks Schatzkiste mit Spanischaufgaben. An der Schnur ziehend, wird die Kiste geöffnet und der Schüler oder die Schülerin kann sich eine Aufgabe entnehmen.

Die Übertragung von der Schatzkiste zu einem Schubladenschrank mit Verbindung des Konzeptlernens für Hunde könnt ihr von Gerd Schreiber und mir im Seminar Tricks, Spiele und Spaß für Schulhunde lernen. Wer mit dem Begriff des Konzeptlernens noch nicht viel anfangen kann, der sei auf das untenstehende Video verwiesen:

Das wohl berühmteste Beispiel dafür, was Hunde mit dem Lernen von Konzepten leisten können, ist der Border Collie Rico, welcher bei Wetten dass…? sowohl Moderatoren als auch Publikum begeisterte:

Do as I do nach Claudia Fugazza

Als begeisterte „Do as I Do“ler stellen Frauchen und ich im Praxisseminar II immer das kleine, aber feine Trainingsprotokoll von Claudia Fugazza vor. Das Heftlein erklärt eingängig und einfach wie euer Hund lernt, von euch oder anderen Menschen vorgeführte Dinge nachzumachen. „Do as I do. Machs mir nach!“ von Claudia Fugazza gehört m. E. zu den unbedingt empfehlenswerten Lektüren, insbesondere für Schulhundteams, da sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Schule anbieten. Eine ausführliche Rezension des Trainingsprotokolls ist in Arbeit und wird demnächst auf diesen Seiten als Blogpost erscheinen!

Der Manners Mind (Treat and Train)

Gerd hat uns den Manners Mind, auch Treat and Train genannt, vorgestellt. Dieser von Sophia Yin entwickelte Treat and Train ist ursprünglich für die Therapie von Trennungsangst, die Arbeit mit bellfreudigen Hunden sowie das Abtrainieren von anderen „Problemen“ konzipiert. Das etwas teure Gerät wird mit einem Targetstick geliefert und kann vielfältig, je nach Bedarf eingestellt werden. Die Ausgabe der Belohnung kann zum einen über eine  Fernbedienung ausgelöst und zum anderen durch einstellbare Intervalle erfolgen. Mit Phantasie und Kreativität ist das Gerät auch in der Schule einsetzbar. Damit ihr eine Idee vom Treat and Train bekommt, habe ich euch ein englischsprachiges Video verlinkt.


 

Die Projektwoche

Ein wesentlicher Bestandteil des Praxisseminars II ist die Projektwoche zur Erlangung des „Hundeführerscheins“. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um den Hundeführerschein, der z.B. in Hamburg von der Leinenpflicht befreit. Vielmehr werden den Kindern mit dem „Hundeführerschein“ Grundkenntnisse über Hunde bescheinigt. Zur Erlangung des „Hundeführerscheins“ ist eine theoretische sowie eine praktische Prüfung notwendig, deren Inhalte im Laufe der Projektwoche erarbeitet werden können. Die erarbeiteten Themen sind die folgenden:

  • Wie der Mensch auf den Hund gekommen ist,
  • die Körpersprache des Hundes,
  • das richtige Verhalten gegenüber Hunden und
  • der Hund als Haustier.

Dabei sind Exkursionen in Futterläden und Tierhandlungen, zu Hundeschulen sowie ein Besuch im Tierheim denkbar. Wer aus irgendwelchen Gründen von Exkursionen absieht, kann auf die Dokumentationen „Ausgerechnet Hund“ vom WDR zurückgreifen. Diese ist online nicht mehr verfügbarm kann jedoch evtl. über den Service bestellt werden. Unbedingt empfehlenswert ist die auf Youtube verfügbare Reportage „Mensch und Hund – eine irre Beziehung“ aus der Reihe Quarks & Co.

Die theoretische Prüfung kann hier als Word-Datei heruntergeladen werden und ist damit modifizierbar. Elemente der praktischen Prüfung sind die aus dem Grundgehorsam stammenden Signale

  • Sitz,
  • Platz,
  • Bleib,
  • Folge mit Handführung ohne Leckerchen.

Sie besteht aus einem kleinen, gut zu bewältigenden Parcours, den Lilly, eine Schülerin aus meiner Klasse, zum Filmen einmal absolviert hat.

 

 

Der „Hundeführerschein“ wird den Kindern nach erfolgreich abgelegter theoretischer und praktischer Prüfung ausgehändigt. Die Vorlage als modifizierbare Word-Datei steht ebenfalls als Download zur Verfügung. Sowohl der „Hundeführerschein“ als auch die theoretische Prüfung verfügen über Serienbrieffelder und können bei vorliegender Datenbank sogleich mit den Namen der Schüler und Schülerinnen ausgedruckt werden.

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Buchrezension: Heike Westedt „Schreck lass nach!“

Überblick

Heike Westedt legt mit ihrem Buch „Schreck lass nach! Der Einfluss von Stress und Angst auf Gehirn und Verhalten“ ein sehr durchdachtes und logisch konsequent aufgebautes Werk vor, mit dem sie sich vor allem an Besitzer_innen von sogenannten ‚Problemhunden‘ wendet. Ihr Buch soll eine Brücke zwischen Wissenschaft und Alltag schlagen, um so ein effektiveres Training zu ermöglichen. Dabei geht die Autorin äußerst klug vor und widmet sich zunächst der Theorie, um dann mit Fallbeispielen zum anschließenden praktischen Teil überzuleiten. „Schreck lass nach!“ ist bei Edition Cum Cane erschienen und für 17,95 € im Buchhandel erhältlich.

Das Buch im Detail

Theorieteil

Zunächst versorgt Heike Westedt die Leser_in mit den notwenigen theoretischen Grundlagen und erläutert einfach sowie verständlich, welche Prozesse bei der Wahrnehmung und der darauf folgenden Informationsverarbeitung im Hund ablaufen.  Von diesen inneren Prozessen leitet Heike Westedt über zu den äußerlichen und somit für uns sichtbaren Zeichen, also der Körpersprache des Hundes. Anhand von Fotos und Beispielen bekommt die Leser_in eine mögliche Einteilung der körperlichen Signale des Hundes in einen grünen, gelben und roten Bereich an die Hand. Diese Einteilung hilft dann in der praktischen Arbeit, das Training entsprechend anzupassen und den Hund in einem Bereich zu halten, in dem er überhaupt lernen kann.  Des Weiteren erläutert Heike Westedt auch die vier Fs, die dem Hund zur Verfügung stehenden Verhaltensweisen, um einen Konflikt – sei er innerlich oder äußerlich – zu lösen oder eine für ihn unangenehme Situation zu beenden. Diese ordnet sie dem gelben Bereich zu.

In den beiden folgenden Kapiteln erklärt die Autorin sehr fundiert und trotzdem äußerst verständlich die im Hund ablaufenden Prozesse beim Auftreten von Angst und Stress. Hierbei grenzt Heike Westedt zunächst deutlich den Begriff Angst von den Begriffen Unsicherheit, Furcht, Phobie und Trauma ab. Auch das Thema Stress – sowohl der kurzfristige als auch der lang anhaltende – wird verständlich erklärt. Die dabei im Gehirn auftretenden Prozesse stellt Westedt mit dem Beispiel einer Autobahn anschaulich und profund dar. Für Leser_ innen mit erhöhtem Wissensbedarf stellt Westedt zwei farblich abgesetzte Theorieteile mit wissenschaftlichen Fakten zu den Themen Angst und Stress zur Verfügung. Hier verbirgt sich auch der einzige, wenn auch sehr kleine Wehmutstropfen bei der Lektüre dieses Buches: Das Buch verfügt zwar über ein kleines Literaturverzeichnis, jedoch sind in dem Theorieteil keine Quellenangaben vermerkt. Dies erschwert – sollte die Leser_in den Wusch verspüren an der einen oder anderen Stelle vertiefend sich belesen zu wollen – die Recherche nach der zitierten Quelle. Doch wer nun meint, er müsse sich erst durch einen langatmigen Theorieteil quälen, um dann endlich zu den ersehnten praktischen Hilfen zu kommen, der irrt. Schon hier im theoretischen Teil des Buches schlägt die Autorin der Leser_in Aufgaben vor. Eine davon ist z.B. eine Liste mit Dingen, die der Hund gerne mag  und in welchen Situationen er mit Stress reagiert, zu erstellen.

Beispiele für Stressoren
Lohnenswerte Investition für das Training: Eine Liste der Stressoren. Sind diese definiert, können die Themen nacheinander angegangen werden. Foto: Anja H.

Fallbeispiele

Nach diesem aufschlussreichen Theorieteil leitet Heike Westedt mit Fallbeispielen gekonnt zum folgenden, sich dem Training widmenden Teil des Buches über. Auch die Fallbeispiele sind gut ausgewählt und decken eine große Bandbreite unterschiedlicher Angst- und Stressproblematiken bei Hunden sowie bei einer Katze ab.

Training und Hilfsmittel

Logisch konsequent folgt den Fallbeispielen der Abschnitt zu den Trainingsmethoden und möglichen Hilfsmitteln.  Auch hier bleibt sie ihrem Stil treu und legt der Leser_in zunächst die aktuellen Erkenntnisse zur Lerntheorie dar, um dann konkrete Vorschläge zur Arbeit mit dem Hund anzuregen. Dies tut die Autorin auf zwei Ebenen: Zum einen empfiehlt sie eine gezielte Aktivierung der Hirnareale, die der Stressantwort im Gehirn entgegen wirken. Beispielhaft sei hier der Einsatz der Nasenarbeit genannt. Diese rege zum Nachdenken an und spiele somit der im Stress aktivierten Amygdala sowie dem Mandelkern entgegen. Außerdem könne gerade die Nasenarbeit, erklärt Westedt, zur klassischen Gegenkonditionierung sowie dem Auftrainieren eines Alternativverhaltens genutzt werden. Zum anderen verweist die Autorin auf die Notwenigkeit eines guten Managements und einer wertschätzenden Haltung dem Hund gegenüber. So verwehrt sie sich jedweder aversiven Methoden im Hundetraining.

Hindernisse und Ablenkungen beim Training
Ein Tipp aus dem Buch von Heike Westedt: Was hindert oder lenkt meinen Hund und mich beim Training ab? Foto: Anja H.

Trainingskarten

Für das Auftrainieren der wichtigsten Elemente finden sich im Buch ebenfalls übersichtliche Trainingskarten. Diese führen z.B. die einzelnen Schritte zum Auftrainieren eines Entspannungswortes oder zum Aufbau eines Klickers auf. Diese kann sich die Leser_in aus dem Buch heraustrennen und laminiert zum Training mitnehmen. Ergeben sich beim Üben Fragen, so führen die auf den Karten vermerkten Verweise mit Seitenzahlen direkt zu dem entsprechenden Theorieteil im Buch.

Abschließend geht Westedt zusammenfassend noch auf die Trainingsplanung ein. Auch hier berücksichtigt sie wieder viele wichtige Aspekte, wie den Aufbau von Ritualen,  ein besonnenes Management und ein kleinschrittiges Vorgehen. Abgerundet wird dieser Teil durch eine Checkliste der wichtigsten Trainingsprinzipien.

Fazit

Für „Schreck lass nach!“ von Heike Westedt ist eine klare Leseempfehlung auszusprechen! Die Autorin nimmt die Leser_in an die Hand und hilft ihr das eine oder andere „merkwürdige“ Verhalten eines Hundes zu verstehen. Reaktionen, die zuvor überraschten, sind nun verständlich, können eingeordnet und vor allen Dingen bearbeitet werden. Zugleich räumt das Buch mit überholten Trainingsempfehlungen auf, besinnt sich auf eine vertrauensvolle sowie wertschätzende Arbeit mit dem Vierbeiner und ebnet somit schreckhaften Fellnasen den Weg zu einem entspannteren Alltag. Und nicht zuletzt ist Heike Westedts Buch so wunderbar, weil es die Leser_in mit handfesten Argumenten gegen die üblichen gut gemeinten Ratschläge ausstattet, wenn der eigene Hund wieder einmal eine Situation nicht perfekt bewältigen konnte.

 

Westedt, Heike (2013): Schreck lass nach! Der Einfluss von Stress und Angst auf Gehirn und Verhalten. Ohne Ort: Edition Cum Cane. ISBN: 978-3-940083-00-5, 17,95 €

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Zwei freie Plätze: Übungstreff am 10.12.2016

Übungstreff für Schulhundteams
ColeCanido – Ausbildung in hundegestützter Pädagogik

Für den Übungstreff am kommenden Samstag, den 10.12.2016, sind noch zwei Teamplätze frei. Wir beginnen um 10 Uhr und enden um ca. 13 Uhr. Wie immer, treffen wir uns bei Hund und wir in Artlenburg.  Interessierte Teams melden sich bitte über das Kontaktformular dieser Seite an.

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10 Schulhundteams nun mit Grundzertifikat!

Schulhund Krümel, der wohl kleinste Schulhund der ganzen Welt, hatte seinen ganz großen Tag und legte eine großartige Prüfung ab.
Schulhund Krümel, der wohl kleinste Schulhund der ganzen Welt (als Maßstab habe ich meinen roten Lieblingsball neben ihn gelegt), hatte seinen ganz großen Tag und legte eine großartige Prüfung ab.

Am Samstag, den 15.Oktober 2016, war es soweit! 10 Schulhundteams stellten sich nach langer Vorbereitung und intensiven Lernens den Herausforderungen der Zertifizierung.

Für das Grundzertifikat galt es eine theoretische Prüfung, die sich auf die Pflichtlektüren der Basis- sowie Praxisseminare bezog, zu absolvieren und ein dem Hund bekanntes Beispiel aus seiner praktischen Arbeit zu präsentieren. Für die Präsentation der Praxisbeispiele konnte Charlotte S. vier wunderbare Kinder gewinnen, die sich großartig auf 9 ihnen unbekannte Hunde unterschiedlicher Couleur eingelassen haben.

Schulhund Sam
Schulhund Sam – hier schon sehr müde im Praxisseminar – war in seiner Prüfung für das Grundzertifikat besonders aufgeweckt. Er zog Karten mit Aufgaben aus einer Kiste!

Vorab waren für das Grundzertifikat Filme, die den Einsatz des Hundes in der Schule zeigten, einzureichen und diverse andere Nachweise, wie z. B.das Schulhundlogbuch, das Pulsprotokoll, die individuelle Hit-Liste der Belohnungen usw. von den Teilnehmer_innen vorzulegen.

Schulhund Pille hatte die Macht mit sich und zeigte unter anderem das Würfeln.

An diesem 15. Oktober nun war die Aufregung war groß und der kleine Seminarraum so voll wie nie. Es wurde eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten gezeigt, die offensichtlich inspirierend wirkte (Frauchen übt gerade schrecklich viel mit mir) und trotz der ungewohnten Bedingungen meisterten Zwei- sowie Vierbeiner sowohl die theoretische als auch die praktische Prüfung mit Bravour, so dass am Ende des Tages alle Teilnehmer_innen erleichtert und glücklich nach Hause fuhren.

Die sonnengelben Grundzertifikate belegen die bei ColeCanido abgeschlossene Grundausbildung und gehen nun mit der Post an die frischgebackenen zertifizierten Schulhundteams.

Liebe Teams, auf diesem Wege sei noch einmal gesagt: Herzlichen Glückwunsch zu den bestandenen Prüfungen. Möget ihr weiterhin mit so viel Freude, Kreativität und Begeisterung euer Schulhundprojekt weiterführen! Ich bin ganz stolz auf euch!

Euer Käpt´n Jack und eure Anja

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Die klassische Schnüffelkiste mit Korken als Belohnung

Wir Hunde sind Nasentiere und so lieben wir es, Dinge zu erschnüffeln. Dies kannst du im Training zu Nutze machen und uns Fellnasen mit einer Schnüffelkiste das Riechen bzw. das Schnüffeln als alternative oder motivierende Belohnung anbieten. Auch werden so oft wenig attraktive Leckerchen erheblich aufgewertet. Hier vorstellen möchte ich den Klassiker der Schnüffelkisten: einen mit Korken gefüllten Karton.

Ich bin an und für sich sehr gut über Futter motivierbar. Als Frauchen jedoch eine raschelnde Decke als Lesedecke auftrainieren wollte, waren die normal angebotenen Leckerchen keine ausreichende Motivation, um mich auf die Decke zu bekommen. Ich fand die Decke mit ihrem raschelnden Geräusch einfach blöd. Darf ich mir die Leckerchen jedoch selbst erschnüffeln, steigert das meine Motivation um ein Vielfaches. Also hat Frauchen in den ersten Trainingseinheiten zu einer Schnüffelkiste gegriffen. Auf dem Video siehst du das Ende der ersten Trainingseinheit mit der Lesedecke und der Schnüffelkiste. Für das Betreten der Decke durfte ich mir als Belohnung die Leckerchen in der Kiste erschnüffeln. Dabei mussten meine Pfoten jedoch auf der Decke bleiben.

Benötigte Materialien für die Schnüffelkiste

Was brauchst du nun, um für deinen Hund eine solche – übrigens ganz einfach selbst herstellbare – Schnüffelkiste zu basteln?

Deine Schnüffelkiste kannst du mit diversen Dingen füllen. Die Leckerchen sollten gut darin verschwinden. Foto: Anja H.
Deine Schnüffelkiste kannst du mit unterschiedlichen Dingen füllen. Die Leckerchen sollten gut darin verschwinden. Foto: Anja H.
  • 1 Kiste
  • Klebeband, ggf. mit Abroller
  • viele Korken (alternativ Papprollen von Toiletten- oder Küchenpapier, zusammengeknülltes Packpapier,  Muscheln, Stroh etc. pp.)
  • Leckerchen
  • ggf. Kisten und Kästen zur Erhöhung des Anforderungsniveaus

Die Korken bekommst du bei jedem Drogeriemarkt, in dem Korken gesammelt werden, oder in Weinläden. Da ich gerne auf den Korken herumkaue und sie zerbeiße, sortiert Frauchen die modernen Plastikkorken aus. Nach vier bis fünf Besuchen in verschiedenen Drogeriemärkten hatten wir die Korken für eine große Kiste zusammen. Wenn es schnell gehen soll, kannst du die Korken auch kaufen. Es gibt sie gebraucht oder neu.

Procedere zur Herstellung der Schnüffelkiste

Du nimmst zunächst die ausreichend große Kiste. Da ich ein wenig rabiat beim Suchen werden kann, fixiert Frauchen die Kiste innen (!) und außen gründlich mit Klebeband. Bei einer sanften Schnüffler_in kann dieser Schritt wegfallen.

Meine Schnüffelkiste wird immer ein wenig mit Klebeband fixiert, da ich sonst die Flügel der Kiste mit meinen Pfoten hochziehe. Foto: Anja H.
Meine Schnüffelkiste wird immer mit ein wenig mit Klebeband fixiert, da ich sonst die Flügel der Kiste mit meinen Pfoten hochziehe. Foto: Anja H.

 

Nun befüllst du die Kiste mit den Korken und anderem Material. Sie sollte zur Hälfte oder mehr mit den Korken gefüllt sein (Wie du auf dem Bild siehst, müssen wir wieder auf Korkensuche gehen…). Nun wirfst du Leckerlis hinein, schüttelst alles gut durch und lässt deine Fellnase auf die Kiste los!

Schnüffelkisten in verschiedenen Varianten

Schnüffelkisten und -spiele können in unzähligen Varianten hergestellt werden. Dies ist also nur ein kleiner Auszug. Willst du das Anforderungsniveau für deinen Hund erhöhen, versteckst du einfach mehrere Leckerlis in Kisten oder in Papierbällen, die du wiederum zwischen den Korken versteckst.

Schnüffelkisten können mit diversen Dingen befüllt werden. Ich präferiere die Variante mit Korken. Foto: Anja H.
Schnüffelkisten können mit diversen Dingen befüllt werden. Ich präferiere die Variante mit Korken. Foto: Anja H.

 

Du kannst auch eine kleine Variante (z.B. in einem Schuhkarton) in der Schule aufbewahren oder mit auf Spaziergänge mitnehmen und sie dort zum Belohnen einsetzen. Kartons in der Größe eines Schuhkartons kannst du sogar zum Gestalten unbedruckt kaufen. So können deine Schüler_innen diese z.B. in einer Projektwoche gestalten und mit verschiedenen Materialien füllen. Wir Vierbeiner haben dann zum Abschluss eine Schnüffelparty!

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Praxisseminar I bei ColeCanido Nord

Am kommenden Wochenende, dem 02. und 03. JULI 2016, wird in Artlenburg wieder fleißig geübt und geklickert – im Praxisseminar I  bei ColeCanido Nord lernt ihr viele praktische Beispiele für den Einsatz eures Hundes im Unterricht kennen.

Als Voraussetzung solltet ihr das Buch „Verstärker verstehen“ von Viviane Theby kennen und das Markersignal sowie das Aufmerksamkeitssignal etabliert haben.

Ich freue mich auf viele nette Gespräche und ein inspirierendes Wochenende mit Kirstin Berger und den teilnehmenden Teams!

 

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Übungstermine für Schulhundteams

In den Seminaren wird immer wieder der Bedarf nach Übungsterminen geäußert. Wir treffen zu Hause immer wieder auf kleine oder große Stolpersteine beim Training unseres vierbeinigen Kollegen und der Hund versteht einfach nacht, was wir von ihm wollen. Außerdem kennt so gut wie jede Schulhundführer_in  kleine verbale Spitzen von Kolleg_innen, Eltern oder Schüler_innen gegenüber unseres Hundeprojektes.

Um beidem besser zu begegnen,

Schulhund Jack
Foto: Fatih Doganer

gibt es ab sofort für Schulhundteams, die bei ColeCanido ihre Ausbildung absolvieren, Übungtermine in Artlenburg. Wir werden uns – dem in den Seminaren aufgedrückten Bedarf angepasst – zum einen dem Auftrainieren verschiedener Fertigkeiten unseres Vierbeiners und zum anderen der Schlagfertigkeit für Schulhundführer_innen widmen.

Im Folgenden findet ihr alle weiteren Informationen:

Zeit: 10 bis 13 Uhr

Kosten: 40,- € pro Team

Mindestanzahl der Teams 4

Die Anmeldung ist verbindlich und per Überweisung oder in bar im Voraus bis zum Anmeldeschluss zu bezahlen. Es wird eine Rechnung/Quittung ausgestellt.

Bei Absagen kann der Teilnehmerbetrag nur bis zum Anmeldeschluss oder danach bei einem nachrückenden Schulhundteam erstattet werden.

Ort: Hund und wir in Artlenburg

Anmeldung: Anja Helling, Tel: 040/65729097, kaeptn@schulhund-jack.de

Übungstermin Anmeldeschluss
18. 06. 2016 08.06.2016
16.07.2016 25.06.2016
24.09.2015 03.09.2016
05.11.2016 15.10.2016
10.12.2016 19.11.2016

Basisseminar bei ColeCanido Nord

Am 04. und 05. Juni finden sich wieder mehrerer Schulhundteams zum Basisiseminar bei ColeCanido bzw. Hund und wir in Artlenburg ein. Die Menschen  lernen dort mit Gerd Schreiber und Simone Cohrs uns Hunde zu lesen, das heißt unsere Körpersprache zu interpretieren. Insbesondere das Thema Stress bei Hunden hat einen besonderen Stellenwert, denn vor zu viel von diesem sollen wir weitestgehend geschützt werden.

Natürlich gibt es auch praktische Übungen für die Vierbeiner. Alle Teams erhalten eine Teilnahmebestätigung, Videoaufnahmen und eine Rückmeldung zum Mensch-Hund-Team mit wertvollen Impulsen.