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Hundefutter dörren (1/2) – selbst zubereitetes Hundefutter für die Reise oder zur Bevorratung trocknen und haltbar machen (Trockenbarf)

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Viele Hundebesitzer*innen greifen auf frische und selbst zubereitete Kost für ihr Hunde zurück. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der einen Hundebesitzer*in ist die gesunde und schmackhafte Ernährung ihres Hundes wichtig, die andere wiederum hat sich für die selbstzubereitete Ration entscheiden müssen, da der Vierbeiner unter einer Futtermittelallergie leidet. Wie auch immer die Hintergründe sein mögen, es kostet viel Mühe und Zeit seinem Hund täglich das Futter zuzubereiten. Dabei gesundes und hochwertiges Fleisch, Obst und Gemüse zu beziehen, stellt in der Regel kein Problem dar. Die meisten Anbieter stellen verschiedene Versandoptionen zur Verfügung, Tierbedarfsläden sind – zumindest in größeren Siedlungen – mit dem Rad oder ÖPNV erreichbar und auch Supermarktketten bieten zunehmend Komponenten zur häuslichen Zubereitung von Futterrationen zur Verfügung. Die Versorgung mit den Einzelkomponenten wird also zunehmend einfacher. 

Bedarfsgerecht und gesund muss es sein!

Der Käpt´n kann’s kaum erwarten: Das beste Hundefutter nützt nichts, wenn es dem Hund nicht schmeckt…

Trotz dieser stetig besseren Verfügbarkeit der Einzelkomponenten, wird die selbstständige Zubereitung des Futters für den eigenen Vierbeiner nicht einfacher: Dies liegt vor allem daran, dass sich die Vertreter*innen unterschiedlicher Fütterungsphilosophien häufig unversöhnlich gegenüberstehen und Diskussionen, welche nun die richtige sei, sehr emotional geführt werden.

Im Mittelpunkt der Rationszubereitung sollten jedoch auf der einen Seite immer die Vorlieben des Hundes und auf der anderen Seite der individuelle Bedarf des Caniden an benötigten Nährstoffen für ein gesundes und langes Hundeleben stehen. Vor diesem Hintergrund ist es empfehlenswert, die selbstberechnete Ration von einer spezialisierten Tierärzt*in mindestens überprüfen, im Idealfall sogar komplett berechnen zu lassen. So habe auch ich es für den Käpt´n gehalten: Im Zuge einer entdeckten subklinischen Schilddrüsenunterfunktion habe ich mit dem Käpt´n Dr. med. vet. Susan Kröger in Berlin besucht. Sie hat sich sehr viel Zeit für ein ausführliches Gespräch gekommen und im Anschluss die Ration des Käpt´ns neu berechnet. Einige Tage nach meinem Besuch bekam ich zwei ausführlich beschriebene Futterrationen: eine zur Gewichtsreduktion (der Käpt´n war leicht übergewichtig) und eine zum Gewichtserhalt.  Mit Erfolg nahm der Käpt´n kontinuierlich ab und tatsächlich geht es ihm mit dieser Rationszusammenstellung viel besser.

Das Problem mit dem Reisen

Das Hundefutter selbst zuzubereiten bedeutet nicht nur Zeit und Aufwand durch die individuelle Zusammenstellung und die Zubereitung, sondern stellt die Hundebesitzer*in insbesondere bei Reisen aus den verschiedensten Gründen vor logistische Herausforderungen: Nicht immer sind die benötigten Einzelkomponenten am Zielort oder -land verfügbar, die Kühlkette kann nicht während der gesamten Reise zuverlässig gewährleistet werden oder die Art des geplanten Urlaubes – beispielhaft seien hier der Wanderurlaub und die mehrtägige Radtour erwähnt – erlaubt ein Transport für den gesamten Zeitraum nicht. 

Ich persönlich habe bisher Käpt´ns Dinner vorgekocht und dann entweder gefroren oder eingeweckt mitgenommen. Bei er ersten Variante muss am Zielort ein Gefrierfach von ausreichender Größe zur Verfügung stehen, bei der zweiten seid ihr relativ unabhängig, müsst aber umfangreiches Gepäck mit einem hohen Gewicht in Kauf nehmen. Bahnreisen sind dann schon nicht mehr möglich oder sehr aufwendig. Dauerhaft zufrieden war ich beiden Lösungen nicht. 

Azze, der Buschpirat, und seine Outdoornahrung

Vor einiger Zeit sah ich dann zufällig ein YouTube-Video von Azze, dem Buschpiraten. In einer kleinen Tutorialserie zeigt er ausführlich, wie er seine Trekkingnahrung mit Hilfe des Dörrens selbst herstellt und verhalf mir zu einer Erleuchtung: Das war eine mögliche Lösung, um das Gewicht sowie den Umfang vom Reisegepäck des Käpt´ns zu reduzieren!

Obschon Hundefutter zu dörren simpel ist, braucht es viel Zeit!

Über ein Dörrgerät verfügte ich schon lange und so habe ich das Verfahren einfach mal ausprobiert. Und mit Erfolg! Das Hundefutter lässt sich auch in meinem kleinen Dörrautomaten* von WMF gut trocknen und wird durch den Entzug des enthaltenden Wassers zum einen deutlich leichter und zum anderen auch vom Umfang her erheblich kleiner. So ist es nun viel besser und leichter zu transportieren. Wie ich Käpt´ns Dinner schrumpfe und in Trockenfutter verwandle, könnt ihr in dem hier eingefügten YouTube-Video verfolgen: 

 

Selbstverständlich könnt ihr auch jeden anderen Dörrautomaten verwenden. Hierbei müsst ihr euch bei den meisten Modellen Einlagen aus Dauerbackfolie oder Backpapier anfertigen, denn die meisten Dörrgeräte verfügen nur über Gitterböden. Andere bieten Einlagen, die in geringem Umfang mitgeliefert oder zusätzlich gekauft werden können. Benutzt ihr jedoch Dauerbackfolie, so müsst ihr nur einmal basteln, da diese spülmaschinenfest und mehrfach verwendbar ist. Im Video verwende ich die von Collory*, es geht aber auch jede andere dünne Dauerbackfolie* von guter Qualität. 

 Dörren für den Krisenvorrat

Starke Schneefälle können – wie im Jahr 2005 im Münsterland geschehen – zu plötzlichen Stromausfällen führen. Für diese und ähnliche – wenn auch seltene – Krisen in der Versorgungslage, empfiehlt das BBK, einen Krisenvorrat anzulegen.

Nicht zuletzt ist ein Grundvorrat an gedörrtem Hundefutter auch als Krisenvorrat, den Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausdrücklich empfiehlt, insbesondere bei einer notwendigen Evakuation, z. B. wegen einer nahe gelegenen Bombenentschärfung, aufgrund der bereits oben erwähnten Vorteile von unschätzbarem Wert. Auch kann es mit Wasser, einem Hobo oder einem kleinen Campingkocher nahezu überall rehydriert werden. Und schließlich ist die Haltbarkeit auch im Falle eines Stromausfalles gewährleistet.  

 

 

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