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Hundefutter dörren (2/2) – selbst zubereitetes Trockenbarf rehydrieren

Bei der Herstellung deines eigenen Trockenbarfs hast du dem Futter zu Gunsten der Haltbarkeit und des Gewichts das Wasser entzogen. Vor dem Füttern solltest du dieses der Ration wieder zuführen. Um die Aufnahme des Wassers zu verbessern, solltest du heißes Wasser hierfür nehmen. Um mir das erneute Kochen zu sparen, erhitze ich das Wasser in einem konventionellen Wasserkocher und warte dann 30 Minuten bis zum Servieren. Doch welche Menge an Wasser musst du deinem Trockenbarf zuführen?

Die richtige Menge Wasser

Um die richtige Menge an zuzuführendem Wasser zu ermitteln, kannst du grundsätzlich zwei Methoden anwenden: Augenmaß oder einen Mittelwert. 

Beim Augenmaß richtest du dich einfach an deinen Erfahrungswerten. Nimmst du schon seit langer Zeit den gleichen Napf, dann kannst du mit deinem Augenmaß abschätzen wie voll dieser normalerweise ist. Entsprechend füllst du die Menge auf, wartest 30 Minuten, gibt ggf. noch Supplemente hinzu und verfütterst dann die Ration an deinen Hund.  

 

Für genauere Naturen unter den Hundehalter*innen empfiehlt es sich, einen konkreten Wert der entzogenen Flüssigkeit zu ermitteln. Die benötigte zuzuführende Menge ergibt sich aus folgender Rechnung:

Gewicht der gekochten Ration – Gewicht der getrockneten Ration = entzogene Menge an WasseR

 

Zu beachten ist, dass das die Menge in Höhe 323 g der gekochten Ration (Bild oben rechts) einer halben Ration entspricht. Eine ganze Ration beträgt also ungefähr 640g.

Konkret habe ich also jeweils drei Rationen frisch gekochtes Futter und die gleichen drei Rationen nach dem Trocknen gewogen. Hieraus ergaben sich folgende Durchschnittswerte:

  • Eine Ration frisch gekochtes Futter: ca. 600g 
  • Eine Ration gedörrtes Futter: ca. 40g
  • Entzogenes und damit wieder zuzuführendes Wasser: 560g

Diese Menge – ich nehme der Einfachhalt halber – 500ml Wasser erhitze ich in einem Wasserkocher, gieße dieses dann auf das Trockenbarf und gehe die Morgenrunde mit dem Käpt´n. Diese dauert in der Regel 30 Minuten, sodass ich im Anschluss nur noch die Supplemente zufügen muss und fertig ist die Futterration. 

Wichtig: Wenn ihr beim Wandern oder Radreisen das Wasser aus einem Fluss entnehmt und über einem Hobo, Campingkocher etc. erhitzt, sollte dieses Wasser – gerade beim Hund mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt – mindestens 10 Minuten kochen. Dann könnt ihr wie oben beschrieben verfahren.  

Wie machst du das auf deinen Reisen mit Hund? 

Mich würde interessieren, wie du dich auf deinen Reisen mit Hund organisierst? Hast du vielleicht einen Hund mit einer Futtermittelunverträglichkeit? Wenn ja, wie sorgst du dafür, dass immer das verträgliche Futter für deinen Hund zur Verfügung steht? 

Machst du gerne mehrtägige Wanderungen oder Radtouren? Wie löst du das Problem mit dem Gewicht? Lass mich an deinen kreativen Lösungen teilhaben und schreibe mir einen Kommentar! Gerne probiere ich deinen Vorschlag aus! 

Wünscht du dir einen Artikel zum Einwecken von Hundefutter? Dann schreibe auch dies mir in einen Kommentar! Mit Freude dokumentiere ich dann meinen nächsten Einweckmarathon für dich! 

Herzliche Grüße von Anja und dem Käpt´n. 

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