Ein wunderbares Praxisseminar II liegt hinter uns!

Am vergangenen Wochenende haben Gerd Schreiber, Frauchen und ich wieder einige Schulhundteams durch das Praxisseminar II begleitet. Ach so, und mein Kumpel Cooper war natürlich auch mit von der Partie!

Schulhund Käpt´n Jack mit seinem Assistenten Cooper
Schulhund Käpt´n Jack mit seinem Assistenten Cooper

Assistenzhund Cooper

Cooper ist von der Firma Carl Dick und kann bei einem bekannten großen Internetversandhaus bestellt werden. Die Preise der Stofftiere mögen den einen oder anderen erst einmal erschrecken, jedoch überzeugt zumindest Cooper durch seine Qualität. Hierzu sei eine kleine Anekdote berichtet. Cooper läuft nicht gerne, so dass Frauchen ihn immer in einer Tasche trägt. Unsere zweibeinigen Kollegen erschrecken jedes Mal, wenn sie Cooper in der Tasche sehen, weil sie denken, das sei ich! Cooper ist also auf den ersten Blick täuschend echt. Auch die Kinder lieben Cooper, denn das Fell ist einfach klasse und schön flauschig.

Im Grunde ist er ja ein armer Tropf, der Cooper. Er muss für alles herhalten, was mir zu unbequem oder unheimlich ist: Hier trägt Nils ihn während der Projektwoche auf den Schultern.
Im Grunde ist er ja ein armer Tropf, der Cooper. Er muss für alles herhalten, was mir zu unbequem oder unheimlich ist: Hier trägt Nils ihn während der Projektwoche, die wir im Praxisseminar II ebenfalls vorgestellt haben, auf den Schultern.

Das Schatzkästchen

Im Praxisseminar II werden Einsatzbeispiele, die eher komplex aufzutrainieren sind, vorgestellt. Dazu gehören das Öffnen eines Schatzkästchen mit Aufgaben. Dabei zieht der Hund an einer Schnur und öffnet damit den Kasten. Das ganze lässt sich später wunderbar auf diverse andere Dinge, wie z. B. das Öffnen von Schubladen, übertragen. Da in dem Skript das Schatzkästchen gefehlt hat, stelle ich diesen Teil hier noch einmal zum Herunterladen zur Verfügung.

Schulhund Jacks Schatzkiste mit Spanischaufgaben
Schulhund Jacks Schatzkiste mit Spanischaufgaben. An der Schnur ziehend, wird die Kiste geöffnet und der Schüler oder die Schülerin kann sich eine Aufgabe entnehmen.

Die Übertragung von der Schatzkiste zu einem Schubladenschrank mit Verbindung des Konzeptlernens für Hunde könnt ihr von Gerd Schreiber und mir im Seminar Tricks, Spiele und Spaß für Schulhunde lernen. Wer mit dem Begriff des Konzeptlernens noch nicht viel anfangen kann, der sei auf das untenstehende Video verwiesen:

Das wohl berühmteste Beispiel dafür, was Hunde mit dem Lernen von Konzepten leisten können, ist der Border Collie Rico, welcher bei Wetten dass…? sowohl Moderatoren als auch Publikum begeisterte:

Do as I do nach Claudia Fugazza

Als begeisterte „Do as I Do“ler stellen Frauchen und ich im Praxisseminar II immer das kleine, aber feine Trainingsprotokoll von Claudia Fugazza vor. Das Heftlein erklärt eingängig und einfach wie euer Hund lernt, von euch oder anderen Menschen vorgeführte Dinge nachzumachen. „Do as I do. Machs mir nach!“ von Claudia Fugazza gehört m. E. zu den unbedingt empfehlenswerten Lektüren, insbesondere für Schulhundteams, da sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Schule anbieten. Eine ausführliche Rezension des Trainingsprotokolls ist in Arbeit und wird demnächst auf diesen Seiten als Blogpost erscheinen!

Der Manners Mind (Treat and Train)

Gerd hat uns den Manners Mind, auch Treat and Train genannt, vorgestellt. Dieser von Sophia Yin entwickelte Treat and Train ist ursprünglich für die Therapie von Trennungsangst, die Arbeit mit bellfreudigen Hunden sowie das Abtrainieren von anderen „Problemen“ konzipiert. Das etwas teure Gerät wird mit einem Targetstick geliefert und kann vielfältig, je nach Bedarf eingestellt werden. Die Ausgabe der Belohnung kann zum einen über eine  Fernbedienung ausgelöst und zum anderen durch einstellbare Intervalle erfolgen. Mit Phantasie und Kreativität ist das Gerät auch in der Schule einsetzbar. Damit ihr eine Idee vom Treat and Train bekommt, habe ich euch ein englischsprachiges Video verlinkt.


 

Die Projektwoche

Ein wesentlicher Bestandteil des Praxisseminars II ist die Projektwoche zur Erlangung des „Hundeführerscheins“. Selbstverständlich handelt es sich dabei nicht um den Hundeführerschein, der z.B. in Hamburg von der Leinenpflicht befreit. Vielmehr werden den Kindern mit dem „Hundeführerschein“ Grundkenntnisse über Hunde bescheinigt. Zur Erlangung des „Hundeführerscheins“ ist eine theoretische sowie eine praktische Prüfung notwendig, deren Inhalte im Laufe der Projektwoche erarbeitet werden können. Die erarbeiteten Themen sind die folgenden:

  • Wie der Mensch auf den Hund gekommen ist,
  • die Körpersprache des Hundes,
  • das richtige Verhalten gegenüber Hunden und
  • der Hund als Haustier.

Dabei sind Exkursionen in Futterläden und Tierhandlungen, zu Hundeschulen sowie ein Besuch im Tierheim denkbar. Wer aus irgendwelchen Gründen von Exkursionen absieht, kann auf die Dokumentationen „Ausgerechnet Hund“ vom WDR zurückgreifen. Diese ist online nicht mehr verfügbarm kann jedoch evtl. über den Service bestellt werden. Unbedingt empfehlenswert ist die auf Youtube verfügbare Reportage „Mensch und Hund – eine irre Beziehung“ aus der Reihe Quarks & Co.

Die theoretische Prüfung kann hier als Word-Datei heruntergeladen werden und ist damit modifizierbar. Elemente der praktischen Prüfung sind die aus dem Grundgehorsam stammenden Signale

  • Sitz,
  • Platz,
  • Bleib,
  • Folge mit Handführung ohne Leckerchen.

Sie besteht aus einem kleinen, gut zu bewältigenden Parcours, den Lilly, eine Schülerin aus meiner Klasse, zum Filmen einmal absolviert hat.

 

 

Der „Hundeführerschein“ wird den Kindern nach erfolgreich abgelegter theoretischer und praktischer Prüfung ausgehändigt. Die Vorlage als modifizierbare Word-Datei steht ebenfalls als Download zur Verfügung. Sowohl der „Hundeführerschein“ als auch die theoretische Prüfung verfügen über Serienbrieffelder und können bei vorliegender Datenbank sogleich mit den Namen der Schüler und Schülerinnen ausgedruckt werden.

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