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Mario Giordano „Der aus den Docks“: Buchtipp mit Zeilometer

Inhalt des Romans

Mario Giordano legt mit „Der aus den Docks“ einen leicht zu lesenden, spannenden und in Hamburg spielenden Jugendroman vor. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Matthias erzählt, der an einem schicksalhaften Tag seines 13. Lebensjahres einen schwer verletzten Pitbullterrier aus der Elbe rettet. Durch einen Zufall wohnt Alex, ein Schulkamerad, dem Ereignis bei und die beiden Jugendlichen bringen den Hund, der nicht nur halb ertrunken, sondern auch schwer verletzt ist, zur Tierärztin. Da Otto, wie der Hund bald getauft wird, nicht bei Matthias bleiben kann, zieht er zu Alex Winter. Durch den Hund freunden sich Alex und Matthias nach und nach miteinander an und Matthias bekommt Einblicke in eine ganz andere Welt als die seine. Trotz seiner Rettung lebt Otto weiterhin in Gefahr, denn bald tauchen ominöse Gestalten auf, die Otto nachspüren.

Giordano hat einen Roman mit vielschichtigen Figuren und einem interessanten Beziehungsgeflecht geschaffen. Seine spannende Erzählweise lässt die Leser*innen in ein Abenteuer aus Kriminalität, Liebe, großer Freundschaft und Bruderhass eintauchen bis es schließlich im Hamburger Hafen zum dramatischen Showdown kommt. 

Das Buch ist im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen und für 8,- € im Buchhandel erhältlich: Mario Giordano, Der aus den Docks. Abenteuer im Hafen. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag. ISBN 978 3 499 20862 1

Das Zeilometer zum Roman „Der aus den Docks“ erleichtert die Lektüre und Analyse im Unterricht. Erhältlich ist dieses bei Eduki.

 

Das Buch im Unterricht

Giordanos Buch kann von der 7. bis zur 10. Klasse gelesen werden. Insbesondere an Hamburger Schulen eignet sich die Lektüre, da die Orte der Handlung von den Schüler*innen tatsächlich aufgesucht werden können. Dies ist als Exkursionstag, bei dem jeweils Kleingruppen mit einem Kurzvortrag den besuchten Ort mit der entsprechenden Szene im Buch verknüpfen, denkbar. 

Doch nicht nur für Hamburger Schüler*innen ist die Lektüre von „Der aus den Docks“ empfehlenswert. Durch Otto, den vierbeinigen Protagonisten des Buches, lässt sich der Roman von jeder Klasse mit oder ohne Schulhund lesen. Der Schulhund kann hier natürlich besonders gut als Lesehund eingebunden werden. Viele Schüler*innen wünschen sich einen eigenen Hund und werden sich über das Schicksal Ottos besonders für die Lektüre begeistern. 

Des Weiteren stellt der Pitbullterrier Otto einen erfrischenden Gegenentwurf zu dem schlechten Images der sogenannten „Kampfhundrassen“ dar. 

Besonders lohnenswert macht die Lektüre auch das hervorragend ausgearbeitete unterrichtliche Begleitmaterial zum Roman, welches beim Verlag Kramerkoppel in digitaler Form erhältlich ist. Das Unterrichtsmaterial bietet binnendifferenzierte Aufgaben zu ausgewählten Kapiteln, bei denen die Schüler*innen das textanalytische Arbeiten vertiefen. Dabei sollen die Schüler*innen ihre Ergebnisse stets mit einer Textangabe belegen können. Da das Buch nicht über Zeilenangaben verfügt, kann bei dem Lehrerportal Eduki das passende Zeilometer zur oben zitierten Ausgabe gekauft werden. 

 

Zeilometer selbst gestalten mit der Designplattform Canva 

Das oben erwähnte Zeilometer habe ich mit der sehr empfehlenswerten Designplattform Canva erstellt. Hier findest du Vorlagen aller Art, die du frei umgestalten kannst. Ich persönlich verwende Canva für meine Arbeitsblätter, für Präsentationen, Thumbnails bei YouTube oder auch für meine Instagram- sowie Facebookpostings. Dabei kannst du alle Designs sowohl zur kommerziellen als auch zur nichtkommerziellen Veröffentlichung nutzen. Es gibt eine kostenlose Version, die schon viele Features und tolle Vorlagen bietet. Für ein Abonnement kannst du dann auch die Pro-Version nutzen. Mit einem Klick auf das Logo kannst du Canva Pro für 30 Tage gratis ausprobieren. 

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Isegrim im Unterricht: Materialien zur Rückkehr des Wolfes

Jüngst sorgte ein gesichteter Wolf auf dem zugefrorenen Lütjensee bei Hamburg für Aufregung. Diese und andere Sichtungen bestätigen immer wieder, dass der Wolf nun endgültig nach Deutschland zurückgekehrt ist. Auch wenn die in Deutschland bestätigten Populationen des Wolfes noch als fragil beschrieben werden müssen, polarisiert Isegrim bereits die Gesellschaft. Während die Befürworter des Caniden diesen unter bedingungslosen Schutz stellen möchten, plädieren seine Gegner für eine Abschusserlaubnis. Vor diesem Hintergund ist es dringend notwendig, dass der Wolf mit seiner zunehmenden Verbreitung in Deutschland auch in unsere Schulen zurückkehrt und über ihn jenseits der Märchengeschichten gesprochen wird. Der Hessische Bildungsserver, aber auch der Nabu sowie andere Institutionen, wie z.B. die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., haben dieser Notwendigkeit mit einer Reihe an Unterrichtsmaterialien nun Rechnung getragen.

Unterrichtmaterialien zur Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Infografik Wolf
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des WWF Deutschland.

Der Hessische Bildungsserver hat eine umfangreiche Sammlung mit Unterrichtsmaterialien zur Rückkehr der Wölfe nach Deutschland zusammengestellt, die ich euch ans Herz legen möchte. Sie umfasst u. a. ein Wolfsquiz, ein Lernspiel zum Wolf und verweist auf die Seite der Freunde freilebender Wölfe e.V., wo ebenfalls vielfältiges Material zum Wolf erhältlich ist.

Insbesondere das Video Rotkäppchen reloaded, welches von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. in Auftrag gegeben wurde, geht auf die unterschiedlichen Positionen dem Wolf gegenüber ein. Die Inhalte des ca. 12-minütigen Kurzfilms sind der jugendlichen Zielgruppe entsprechend aufbereitet. Inhaltlich räumt es zum einen mit Vorurteilen auf und erläutert zum anderen  Lösungsmöglichkeiten für Landwirte. So werden z. B. die Herdenschutzhunde Ben und Frieda vorgestellt sowie erklärt, wie dem Wolf beim Heimischwerden in Deutschland geholfen werden kann. Nach der Vorführung des Filmes im Unterricht empfehle ich jedoch den dringenden Hinweis, dass Wölfe grundsätzlich keine Kuschel- sondern Raubtiere sind und bei einer Begegnung in freier Wildbahn immer Vorfahrt haben. Des Weiteren verweise ich immer auf die Notwendigkeit, den Familienhund bei einer Begegnung mit dem Wolf zu sichern und sich mit diesem vorsichtig zurückzuziehen.

Außerdem bietet der WWF, neben der hier verwendeten Infografik, auf seiner wunderschön aufbereiteten Internetseite weitere Materialien zum Wolf an.

Die hessischen Kolleg_innen verorten die unterrichtliche Behandlung des Wolfes in den Biologieunterricht. Meines Erachtens ist der Wolf jedoch viel stärker ein gesellschaftliches Thema, sodass ich den Wolf auch im Gesellschaftsunterricht sowie in Vertretungsstunden sehr gerne thematisiere. Dieser Komplexität des Themas „Wolf“ wird der Nabu mit seinen Downloads für die Schule gerecht. Er bietet Unterrichtmaterialien für die Fächer Biologie, Deutsch, Englisch und Politik an.

Viel Freude beim Unterrichten wünscht euch

der Käpt´n!